Kloster Lorsch
Sie befinden sich hier: Neuigkeiten

Neuigkeiten

-  Kuratorium plant zahlreiche Veranstaltungen

- Die Hessen haben gewählt: Lorsch ist eines der beliebtesten Ziele

Bildband Sevrugian

Posted by Schaberger (schaberger) on 28-10-2009 at 19:23
Neuigkeiten >>

Der Bildband ist sicher ein ungewöhnliches Geschenk und kann auch international verschenkt werden, da er zweisprachig gesetzt wurde. Englisch und Deutsch.

Preis 19,90 Euro zzgl. innerhalb Deutschland 4,70 Versandkosten.

   

 

Der Fotograf Antoin "Khan" Sevruguin (ca. 1840-1933) und der Maler André "Darvish" Sevrugian (1894-1996) gehörten der großbürgerlichen Oberschicht Teherans an, die als Kosmopoliten über nationale Grenzen hinweg im kulturellen, wissenschaftlichen und künstlerischen Austausch der damaligen Zeit stand. Antoin Sevruguin und Andre Sevrugian waren in der armenischen Diaspora in Teheran/Iran zuhause und - obgleich christliche Armenier - tief verwurzelt in der persischen Kultur.  

Antoin "Khan" Sevruguin war Hoffotograf der Schahs Naser ad-Din (1831-1996) und später von Reza Pahlevi. Auf vielen Reisen durch Persien fotografierte und dokumentierte er das traditionelle Leben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Er fotografierte auch antike Monumente in Iran, die in Büchern deutscher Archäologen zwar häufig abgebildet wurden, doch stets ohne den Namen des Künstlers zu nennen. So ist Antoin in Deutschland - im Gegensatz zu den USA und England - weitgehend unbekannt geblieben. Der Künstler Andre "Darvish" Sevrugian widmete viele Jahre seines Lebens der persischen Poesie, deren literarischen Bilder er in Anlehnung an den Stil persischer Miniaturen malerisch umsetzte. Seinen Bildern verlieh er durch Farb- und Formgebung Tiefe und Perspektive und seinen Figuren eine starke emotionale Ausdruckskraft. Inspiration hierfür lieferte ihm das Schahname, das Buch der Könige (welches der Poet Firdousi im 11. Jahrhundert zusammen trug) und die islamische Mystik (insbesondere die Verse von Omar Chayyam, 1048-1128). 

So wie Antoin Sevruguin und Andre Sevrugians in zwei Kulturen - der armenischen und der persischen - zuhause waren, so ist auch ihr künstlerisches Werk durchdrungen von der Zugehörigkeit zu beiden Kulturen. Der besondere Reiz dieser Ausstellung liegt in der Parallele zwischen der multikulturellen Lebenswelt der Sevrugian-Familie und dem Zusammenspiel von östlicher und westlicher Kunst, die in den Fotografien des Vaters und im malerischen Werk des Sohnes zum Ausdruck kommt.

Back


 

 



 

 

 

 

 

 
© 2007 Kuratorium Weltkulturdenkmal Kloster Lorsch e.V.
Impressum | Kontakt | Sitemap
Mit freundlicher Unterstützung der