Vereinsgeschichte

1991

Ende der 1990erJahre wuchs die Idee, die Aktivitäten an der Welterbestätte Kloster Lorsch mit bürgerlichem und ehrenamtlichem Engagement intensiver zu begleiten. Seit der Verleihung des UNESCO-Welterbestatus 1991 forcierten die Verwaltung Schlösser und Gärten, Hessen und die Stadt Lorsch gemeinsam den Aufbau einer richtungsweisenden Museumspädagogik. Erleben, Mitmachen und spielerische Vermittlung historischen Wissens an Kinder und Jugendliche markierten die Leitlinien der Verantwortlichen Dr. Hermann Schefers und Claudia Götz.

Die Akzeptanz der Bevölkerung für die neuen Angebote am Kloster war schnell gewonnen, doch die räumliche, personelle und finanzielle Ausstattung der Museumspädagogik wies immer wieder Lücken auf, stoppte das engagierte Team in seinem Vorhaben.

Kloster Lorsch 
Kloster Lorsch
 
 

1998

In dieser Situation fanden sich 1998 sieben Gründungsmitglieder um Ernst Ludwig Drayss zusammen und sorgten mit dem neugeschaffenen Kuratorium für Abhilfe. Zunächst in kleinerem Maßstab, dann zur Jahrtausendwende mit einem imposanten baulichen Projekt. Der ehemalige Schweinestall auf dem Klostergelände wurde für den symbolischen Preis von 1€/Jahr vom Land Hessen angemietet und mit Hilfe von Handwerkern aus der Region instand gesetzt. Für Material und Ausstattung spendete das Kuratorium 50.000€  – eine enorme Summe für den noch jungen Verein. Seit 2004 nutzt die Museumspädagogik das Gebäude; in Erinnerung an einen namentlich bekannten Mönch der Lorscher Klosterschule trägt es den Namen „Adalherhaus“.

Von Anfang an verstand sich der Verein auch als Wegbegleiter der wissenschaftlichen Forschung und des Bildungsauftrags der Welterbestätte – eine besondere Herausforderung, da das Kloster bis auf die  berühmte Torhalle und den Kirchenrest ohne bauliche Substanz auskommen muss. Durch zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge und Führungen hat der Verein dazu beigetragen, die Erkenntnisse von Bauforschung und Archäologie mit der Geschichte und historischen Bedeutung des Klosters als geistiges, kulturelles und politisches Zentrum des Frankenreiches und Vorläufer eines europäischen Gedankens anschaulich zu verbinden und in die Öffentlichkeit zu tragen.

Gründung des Kuratoriums 1998 
Gründung des Kuratoriums 1998
Adalherhaus 
Adalherhaus
 
 

2002

Im Sinne des weltweit verbindenden UNESCO-Gedankens unterstützt das Kuratorium seit 2002 Partnerschaften mit Klöstern unterschiedlicher Religionen in Armenien, Südkorea und der Schweiz. Die Bewahrung des kulturellen Erbes geht uns alle an; nur wer seine Wurzeln kennt, versteht die Entstehung von Wertesystemen, kann historische Entwicklungen nachvollziehen und heutige politische Konstellationen einordnen. Im offenen Umgang mit anderen Kulturen, einem echten Interesse am Gegenüber und einem aktive Gestalten internationaler Kooperationen liegen die Grundlagen für einen respektvollen und friedlichen Umgang miteinander. Angesichts der Zerstörungen von UNESCO-Welterbestätten weltweit rücken diese Leitgedanken neben allem Engagement für das Welterbe vor Ort noch stärker in den Vordergrund.

Mustair 
Mustair
 
 

2009

Als das Kloster Lorsch 2009 in das Programm der Bundesregierung zur Aufwertung der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen wurde und umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen anstanden, wurde das Kuratorium selbst zum Vermittler. Während der 2 1/2 -jährigen Bauphase lud der Verein regelmäßig zu Führungen ein, um die begeisterte wie skeptische Bevölkerung für die veränderte Arealgestaltung und für neue Ideen, wie das Freilichtlabor Lauresham und das Schaudepot Zehntscheune zu gewinnen.

Jour Fixe 
Jour Fixe
 
 

2015

In Anerkennung seiner Leistungen wurde das Kuratorium im März 2015 mit dem renommierten Ludwig-Bergsträßer-Preis der HSE Stiftung ausgezeichnet.

 
 

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KURATORIUM UNESCO WELTERBE KLOSTER LORSCH e.V.
Adalherhaus | Postfach 1313
D-64649 Lorsch
post@kuratorium-weltkulturdenkmal.de


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