Sonderführung des Kuratoriums zum Parkplatz Ost

30.09.2017

Zur Informationsveranstaltug mit Landschaftsarchitekt Lorenz Dexler am 30.9.2017

Seit der Eröffnung des neuen Welterbeareals vor drei Jahren freut sich Lorsch über eine wachsende Anzahl von Besuchern. Die Aufmerksamkeit der Gäste gilt  nicht nur der Welterbestätte selbst, sondern auch der Stadt und ihrer nachklösterlichen Geschichte. Immer wieder trifft man Fernsehteams oder Presse auf dem Klostergelände, die  Historie und Atmosphäre dieses besonderen Ortes einfangen und bundesweit darüber berichten. 

Viele Besucher des Welterbes äußern sich begeistert über Ausstellungen, Führungen und museumspädagogische Angebote,  die das Team um Dr. Hermann Schefers, Claudia Götz und des Freilichtlaborleiters Claus Kropp auf die Beine gestellt haben. Nicht zuletzt finden sich die Touristen gerne in den Lorscher Restaurants ein und nehmen das Einzelhandelsangebot in der Innenstadt wahr. 

So trägt das Konzept der Umgestaltung der Welterbestätte, das die Stadtverordneten vor nun bald 10 Jahren in einer mutigen Entscheidung verabschiedeten, erste Früchte und mancher staunt, wie rasch sich die positive Entwicklung vollzogen hat. Doch ein entscheidender Teil des Konzeptes, die Realisierung eines Besucherparkplatzes im Osten von Lorsch und damit in der unmittelbaren Nähe des Besucherinformationszentrums, wurde bisher nicht umgesetzt. An dieser Stelle – so die Überlegungen der Konzeptgestalter - beginnt der Rundgang durch das Welterbeareal. Über das Gründungskloster Altenmünster führt der Weg durch die Tabakanbauzone zum Klostergelände  mit Kräutergarten und Zehntscheune zum Höhepunkt, der Torhalle. Ein Besuch in Lauresham ergänzt und verdeutlicht schließlich den Anspruch der Welterbestätte ein Ort lebendiger Vermittlung und Forschung zu sein und leitet die Besucher zum Parkplatz zurück. Auch an Gäste, die ausschließlich und vor allem wiederholend  das Freilichtlabor besuchen oder die beliebten Angebote der Museumspädagogik nutzen wollen, ist gedacht. Sie erreichen über den Parkplatz umgehend ihr Ziel. 

Nach jahrelanger Diskussion arbeiten Bauausschuss und Stadtverordnetenversammlung nun endlich daran,  die formalen baurechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung des Parkplatzes zu schaffen.  Das Kuratorium UNESCO Welterbe Kloster Lorsch begrüßt diesen Schritt außerordentlich, hat jedoch in vielen Gesprächen festgestellt, dass die Grundgedanken der Positionierung eines Parkplatzes an dieser Stelle über die Zeit ein Stück verloren gegangen sind. 

Der Bürgerverein lud daher am Samstag, den 30.9.2017 zu einer Sonderführung über das geplante Parkplatzgelände ein.  Unter der Leitung des Berliner Landschaftsarchitekten Lorenz Dexler, der mit seinem Büro Topotek I die Umgestaltung des inzwischen mehrfach ausgezeichneten Welterbegeländes plante und leitete, erfuhren die Teilnehmer Näheres zum Konzept und zur Bedeutung dieses Bausteines für die Entwicklung des Welterbes, aber auch für die Stadt Lorsch. Bürgermeister Christian Schönung und Michael Heuss vom Vorstand des Kuratoriums unterstrichen die Wichtigkeit einer passenden infrastruktureller Anbindung an das Welterbe - ohne nahe gelegene Parkplätze und gute An- wie Abfahrtsmögichkeiten werden die Touristen ausbleiben, so die  Befürchtung. Zunehmend beklagen sich Besucher wie Reiseveranstalter über die Parkplatzsituation am Kloster - ein Trend, dem unbedingt entgegengewirkt werden muss.

Die Diskussion während der Veranstaltung verlief leider nicht immer sachlich - das Kuratorium wird sich dennoch weiter für die  Realisierung des Parkplatzes einsetzen - zum Wohle des Welterbes und der Stadt Lorsch.





 

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