10 Jahre Partnerschaft mit Kloster St. Johann Müstair

19.07.2016

Spannende Begegnungen

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums ihrer Partnerschaft besuchte eine Delegation des Schweizer Klosters St. Johann in Müstair unter Leitung des Stiftungspräsidenten Walter Anderau die Welterbestätte Kloster Lorsch.

Das Programm war dicht bestückt mit Besichtigungen und Führungen. Ausführlich erläuterten Dr. Hermann Schefers, Claus Kropp , Dr. Katarina Papajanni und Claudia Götz ihren Kolleginnen und Kollegen den aktuellen Stand der Bauforschung, die Umgestaltungen am Kloster Lorsch  und das einmalige und viel gerühmte Vermittlungskonzept  an der hiesigen Welterbestätte – eine gute Voraussetzung für den am Abend folgenden offiziellen Festakt, in dem Bürgermeister Christian Schönung die Gäste willkommen hieß und alle Redner die ausgezeichnete Zusammenarbeit in Bauforschung und Denkmalpflege lobten.

Doch die Partnerschaft zeichnet mehr aus als eine gut funktionierende Arbeitsebene. Karl Weber, Direktor der Verwaltung Schlösserund Gärten berichtete von magischen Momenten, die ihn seit frühester Kindheit mit Müstair verbinden. Der Geist des Ortes, seine Aura soll die Besucher in den Bann ziehen, so die erklärte Zielsetzung der Stiftung Kloster Müstair. Nicht Massentourismus sei das Ziel, sondern Qualität und Anspruch, Erleben und Rücksichtnahme auf ein aktives Klosterleben.  Auf diesem Weg sei es der Stiftung gelungen, zahlreiche Sponsoren von der Bedeutung des Ortes zu überzeugen und sie für Projekte zu begeistern.

Dr. Hermann Schefers erläuterte den Gedanken einer klösterlichen Partnerschaft aus historischer Sicht und betonte wie sehr gemeinsame, religionsübergreifenden Werte zur Kultur des Friedens beitragen können bzw. beigetragen haben.

Heute ermöglichen Partnerschaften – jenseits der großen Politik – persönliche Begegnungen, in denen es Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zu entdecken gibt. Das schafft Vertrauen, hält die Neugier am Anderen wach. In einer Welt, in der zunehmend schlichte Parolen anstelle von Diskussion und Auseinandersetzung treten, gewänne dieser Aspekt immer stärker an Bedeutung, so Kuratoriumsvorsitzende Dr. Dorothea Redeker.

Müstair
 

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