Lauresham im Aufwind

28.09.2014

Samstags und sonntags gleicht Lorsch seit einigen Wochen einer nicht enden wollenden Flaniermeile.

Samstags und sonntags gleicht Lorsch seit einigen Wochen einer nicht enden wollenden Flaniermeile, in der sich Besucher von Nah und Fern an der neu gestalteten Klosteranlage, dem Kräutergarten nach dem Lorscher Arzneibuch und dem Freilichtlabor Lauresham erfreuen.

Am letzten Septemberwochende spazierten hunderte von Gästen durch den rekonstruierten frühkarolingischen Herrenhof, das „Dorf“ , wie man ringsherum hörte, um sich an diesen Tagen bei erstmals anwesenden „Bewohnern“ nach ihrem Handwerk  und dem Leben in den Häusern zu erkundigen.

Für zwei Tage hatten sich Darsteller der Gruppe  Reges Francorum in Lauresham einquartiert und erzählten über ihre Arbeit als Schreiber, Weberin und Schneiderin, als Schmied, Holzschnitzer oder Färber. Finster war die Zeit wahrlich nicht; die Wolle leuchtete in allen Farben, im Skriptorium entstanden prächtige Schriften und manch einer staunte über die Herstellung der Lunte aus verkohlten Textilresten, mit der – nicht nur – das Feuer des Schmiedes entfacht wurde.

Die Besucher waren begeistert und für die Betreiber von Lauresham gab es neue Erkenntnisse über die Verwendbarkeit ihrer Geräte, die durch die Darsteller zum ersten Mal im Einsatz waren. Ein wunderbares Beispiel für das Konzept von Lauresham – in der Praxis lernen, ob die nach wissenschaftlichen Befunden rekonstruierten Arbeitsgeräte in der Praxis tauglich sind und daraus Lehren ziehen. Wissenschaft ist keine abgeschlossene Materie, sie lebt und in Lauresham kann man sich bei jedem Besuch davon überzeugen.

Bis Ende Oktober ist Lauresham im Probebetrieb täglich mit drei Führungen um 11, 13 und 15 Uhr geöffnet. Tickets gibt es an der Kasse im Museumszentrum.

Nachtlager im Frauenarbeitshaus 
Nachtlager im Frauenarbeitshaus
 

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